Donnerstag, 30. Dezember 2010

Die Stecknadeln des Herrn Nabokov

Weihnachtsgeschenk von Andreas, besten Dank! Christian Haller, ein Schweizer Autor, fasst hier seine Kollumnen in der Aargauer Zeitung zwischen 2002 und 2009 in einem Buch zusammen. "Prosaminiaturen" wurden sie genannt. Jede einzelne dieser Geschichten ist wie ein kleines Licht im Dunkeln, das eine verglüht etwas rascher, das andere leuchtet etwas länger und heller. Und bevor ich selbst zum poetischen Philosophen werde, vergebe ich besser mal die Sterne...
4 Sterne

Montag, 13. Dezember 2010

A Single Man

Das Regiedebüt von Modedesigner Tom Ford hat es in sich. Sowohl die Ästethik der Bilder als auch die ergreifenden darstellerischen Leistungen von Colin Firth und Julianne Moore verdienen höchste Noten. Eine dauerhafte Melancholie schwebt über dem ganzen Film, jedoch auch eine menschliche Wärme. Sehenswert allemal, für die 6 Sterne reichts aber doch nicht ganz. 

Dienstag, 7. Dezember 2010

Auch der Dumme hat manchmal einen gescheiten Gedanken. Er merkt es nur nicht.

Danny Kaye, 18.01.1913 - 03.03.1987;
US-Schauspieler und Oscarpreisträger

Dienstag, 23. November 2010

Låt den rätte komma in

Ich denke der beste Vampir-Film den ich bisher gesehen habe... (o.k., ich geb's zu, ich habe noch nicht manchen gesehen, aber das soll dieses Mal nichts bedeuten). Nirgends tropft das dunkelrote Blut so schön in den vom Mondeschein blendend erhellten weissen Nachtschnee wie in diesem winterlich kalten Schweden, wo ein kleiner schüchterner Junge die Bekanntschaft eines rätselhaften Nachbarsmädchen (ist's wirklich ein Mädchen?) macht und in ihm (und dem Zuschauer) langsam aber sicher ein schauerlicher Verdacht aufkommt...
5 Sterne

Donnerstag, 11. November 2010

Am Hang

Tipp von Stefan, Danke schön. Hat mich vom ersten Moment an gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Tolle Figuren, tolle Dialoge, Geschichte zum Nachdenken. Was will man mehr? Und das Beste kommt zum Schluss. Liest man den letzten Satz des Buches, so kann man nahtlos mit dem ersten Satz wieder beginnen. Der Kreis schliesst sich.
6 Sterne

Montag, 1. November 2010

Gut gegen Nordwind

Ein Wurf, finde ich. Eine der ältesten, nein, wohl DIE älteste Geschichte der Menschheit (Männlein lernt Weiblein kennen oder Weiblein lernt Männlein kennen, wie es beliebt) in einer der wohl modernsten Umsetzungen unserer Zeit. Der ganze Roman ist in E-Mail-Form abgefasst, wir werden einzig und alleine einfach Zeugen der Mailkontakte zweier Menschen. Tönt simpel oder gar langweilig? Ist es aber ganz und gar nicht. Ein gewisser Voyeurismus ist uns wohl allen von Grund auf gegeben und hier lebt sich dieser perfekt aus. Wer würde nicht gerne mal die E-Mails des besten Freundes oder der besten Freundin heimlich mitverfolgen...
Und dann dieses Ende! Selten so einen wunderbaren, passenden, perfekten Schluss gelesen. Toll! Super! 6 Sterne!