Sonntag, 3. April 2011

the social network

Das neuste Werk von Kultregisseur David Fincher ("Alien3", "Seven", "Fight Club") holte bei den Oscars 2011 drei Auszeichnungen (8 Nominationen), wurde gefeiert als "Jahrzehntfilm", als Abbild einer ganzen Generation...
Nun ja, eindrücklich ist zwar die konsequente Darstellung des Nerds Mark Zuckerberg (Jesse Eisenberg) und wie die Idee zu Facebook durch verschiedene scheinbar belanglose Bemerkungen von Freunden und Kollegen gedeiht und sich langsam verselbständigt um letztlich wohl allen Beteiligten über den Kopf zu wachsen. Doch es wird auch viel einfach geplappert, rumgelungert und im Internet gesurft... also doch der Film einer ganzen Generation? Weniger die Story oder der Inhalt scheint hier entscheidend, sondern das Feeling, das letztlich zurückbleibt. Und irgendwie hat man am Schluss sogar etwas Mitleid mit diesem Mark Zuckerberg, dessen Erfindung Facebook nun einen geschätzten Wert von 65 Milliarden Dollar hat....
Sterne: ****

Freitag, 1. April 2011

Der alte König in seinem Exil


Lesetipp! Arno Geiger schreibt feinfühlig über den Beginn und die Entwicklung der Demenz seines Vaters, mit viel Humor und Skurriliät aber ohne die Ernsthaftigkeit dieser Krankheit auszublenden oder sich einfach nur darüber lustig zu machen.


Ich reiche ihm seine Socken, er betrachtet die Socken ein Weilchen mit hochgezogenen Augenbrauen und sagt dann: „Wo ist der dritte?“

(Zitat aus dem Buch)

Freitag, 25. März 2011

Dienstag, 15. März 2011

Der Wintergast

Von den beiden netten älteren Damen in der Buchhandlung Haupt am Falkenplatz wärmstens empfohlen bekommen, mit Vorfreude gestartet, konnte "Der Wintergast" von Elisabeth Binder die Erwartungen nicht ganz erfüllen. Überzeugt der Anfang mit der gleichzeitigen Ankunft eines jungen ausgebrannten Künstlers und eines verletzten Adlers im winterlichen Dorfalltag durchaus, so verliert sich die Geschichte immer mehr in zu vielen nur knapp angedeuteten Handlungssträngen und eher flacher Figuren. Da wäre weniger wohl mehr gewesen. Auch das Ende lockt einen dann nicht mehr wirklich hinter dem Ofen hervor.
3 Sterne maximal

Samstag, 5. März 2011

The King's Speach

Auch ein Oscar-Favorit, und auch dieser Film überzeugt mich nur teilweise. Die schauspielerischen Leistungen von Colin Firth und Geoffrey Rush sind natürlich toll, wobei mir Geoffrey Rush in seiner Rolle als kauziger Sprachlehrer, der eigentlich gerne Theater-Schauspieler geworden wäre, noch fast besser gefällt als Colin Firth als stotternder König. Natürlich wird Firth den Oscar bekommen und nicht Rush, schade eigentlich. Insgesamt kommt die Story sehr hollywood-like daher und ist daher auch sehr sehr (sehr) absehbar. Egal, unter dem Strich ist es gute Unterhaltung mit einem Schuss Menschlichkeit, und dafür sind wir ja immer dankbar.
Sterne: ****

Freitag, 4. März 2011

Samstag, 5. Februar 2011

Brigitta

Tauschgeschäft mit Stefan (er "musste" dafür "Pferde stehlen" lesen). Adalbert Stifter ist ein grosser Name und ich habe grosse Achtung vor seinem Werk. Doch in der heutigen Zeit gelesen, vermag mich an der Geschichte einiges nicht zu überzeugen. Ich weiss, es ist unfair ein solches Werk aus heutigem Blickwinkel zu beurteilen, doch die Erzählung kommt mir allzu moralisierend und in einigen Wendungen auch zu platt rüber. Das oberflächliche Schöne ist vergänglich und das tiefgreifende Innere überdauert alles. Sorry, das ist mir zu einfach, zu eindimensional.
3 Sterne