Montag, 9. April 2012

Ewig Dein

Über die (nasskalten) Ostertage gelesen: Der langerwartete neue Roman von Daniel Glattauer ("Gut gegen Nordwind", "Alle sieben Wellen") bietet solide Unterhaltungsliteratur, nicht mehr und nicht weniger. Judith und Hannes sind die Hauptfiguren, doch sie sind weit davon entfernt Emmi und Leo (aus den vorgenannten Werken Glattauers) auch nur annähernd das Wasser reichen zu können. Und dies liegt nicht nur daran, dass die Liebe der Beiden von Beginn weg unter einem schlechten Stern steht. Nein, Judith und Hannes sind als Charaktere schlicht zu schemenhaft geraten, wie im Übrigen (leider) auch alle Nebenfiguren. Was im besten Fall von der Story her ein kleiner Hitchcock hätte werden können, bleibt somit, trotz einiger gelungener sprachlicher Wendungen, zumeist Stückwerk.

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