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Sonntag, 6. April 2014

Die Wunderübung

Das neue Buch von Daniel Glattauer ("Gut gegen Nordwind", "Alle sieben Wellen"). Die Begeisterung der soeben zitierten Vorgänger-Werke hallt immer noch nach und deshalb landet Glattauer auch nach dem eher bescheidenen "Ewig Dein" (2012) mit jedem neuen Buch auf meinem Radar. Die Wunderübung entpuppt sich als zwar süffig lesbares, unterhaltsames, aber auch ziemlich dünnes (nicht nur physischer Art) Werk. Im Sinne eines amüsanten, kurzen Theaterstücks sieht man die Figuren vor dem inneren Auge bildhaft agieren, wobei die eine oder andere Macke doch etwas übertrieben dargestellt wird und nach billigen Lachern schielt. Insgesamt ideal für einen Kurzstreckenflug, einen lauen Sommerabend oder halt doch einen verregneten Sonntag - je nach Belieben.

Donnerstag, 21. April 2011

Idylle mit ertrinkendem Hund

Ein Buch das mich ziemlich ratlos hinterlässt. Der Autor berichtet - offenbar autobiographisch - über seine Schlaf- und Sprachlosigkeit verursacht durch den tragischen Tod seiner Tochter bei einem Wanderunfall. Offensichtlich ein Versuch, das Geschehene literarisch zu verarbeiten, z.B. unter Beizug des fiktiven und skurrilen Lektors Dr. Beer, welcher unverhofft zu Besuch kommt. Die Geschichte mit dem ertrinkenden Hund strotz zwar vor Symbolik, vermag mich aber nicht vollends zu berühren. Irgendwie bleibt vieles nur ansatzweise angedeutet oder sogar oberflächlich (allerdings ist das Buch auch nur ca. 110 Seiten lang).

Dienstag, 15. März 2011

Der Wintergast

Von den beiden netten älteren Damen in der Buchhandlung Haupt am Falkenplatz wärmstens empfohlen bekommen, mit Vorfreude gestartet, konnte "Der Wintergast" von Elisabeth Binder die Erwartungen nicht ganz erfüllen. Überzeugt der Anfang mit der gleichzeitigen Ankunft eines jungen ausgebrannten Künstlers und eines verletzten Adlers im winterlichen Dorfalltag durchaus, so verliert sich die Geschichte immer mehr in zu vielen nur knapp angedeuteten Handlungssträngen und eher flacher Figuren. Da wäre weniger wohl mehr gewesen. Auch das Ende lockt einen dann nicht mehr wirklich hinter dem Ofen hervor.
3 Sterne maximal

Samstag, 5. Februar 2011

Brigitta

Tauschgeschäft mit Stefan (er "musste" dafür "Pferde stehlen" lesen). Adalbert Stifter ist ein grosser Name und ich habe grosse Achtung vor seinem Werk. Doch in der heutigen Zeit gelesen, vermag mich an der Geschichte einiges nicht zu überzeugen. Ich weiss, es ist unfair ein solches Werk aus heutigem Blickwinkel zu beurteilen, doch die Erzählung kommt mir allzu moralisierend und in einigen Wendungen auch zu platt rüber. Das oberflächliche Schöne ist vergänglich und das tiefgreifende Innere überdauert alles. Sorry, das ist mir zu einfach, zu eindimensional.
3 Sterne