Der neue Film von Ursula Meier ("Home") überzeugt erneut. Wie in "Home", wo sich alles in der horizontalen Dimension abspielte (eine stillgelegte Autobahn wird eines Tages eröffnet und verändert das Leben der Familie welche direkt daran wohnt), spielt nun die Vertikale (der Junge fährt stets mit der Sesselbahn hoch ins Skigebiet wo er wertvolle Dinge stielt) die Hauptrolle. Doch eigentlich stimmt das nicht, die Hauptrolle spielt einmal mehr Kacey Mottet Klein, welcher diesen halbwüchsigen Dieb mit einer erstaunlichen Mischung aus jugendlicher Unschuld und pubertärer Heldenhaftigkeit darstellt. Was den Film wirklich hervorhebt ist, dass keine Klischees bedient und auch keine Kompromisse ans Kinopublikum (auf ein Happy End wartet man vergebens...) gemacht werden. Tolles Schweizer Kino mit Tiefgang.
Sonntag, 18. November 2012
Freitag, 16. November 2012
Skyfall
Der neue Bond... was wurde der von allen Seiten gehypte... und nun? Also, an Daniel Craig als Bond habe ich mich inzwischen gewöhnt, der macht seine Sache ganz ordentlich und wirkt glaubwürdig. Judi Dench als "M" und der neue jungdynamische "Q" sind toll, Javier Bardem als Bösewicht mit teuflisch blonden Locken nahezu perfekt und das Setting auf der Insel (Ruinenstadt) überzeugt. Der Showdown im schottischen Hochland ist auch ganz ok und die vielen Referenzen an ältere Bond-Streifen gefallen. Aber da ist leider auch der zu schablonenhafte Vorspann, zu lang geratene Sequenzen in China und London, zwei ziemlich langweilige Bond-Girls und eine Story die nicht wirklich aufgeht (was war schon wieder der Grund für all die Racheakte? Das soll der Ursprung von Miss Moneypenny sein?). Insgesamt sicher ein guter Bond, der aber all den Vorschuss-Lorbeeren nicht 100% gerecht wird.
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Film 4 Sterne
Sonntag, 11. November 2012
Les Adieux A La Reine
Engmaschiges Kammerspiel über die letzten Tage am Hofe von Versailles vor der französischen Revolution, erzählt aus der Perspektive der königlichen Vorleserin. Beeindruckend gespielt und mit kleinen Nuancen verziert wie die Ornamente an der Tapete des Schlosses in Versailles. Im Gegensatz zu Sofia Coppolas "Marie Antoinette" (2006) wird hier der Fokus nicht auf die ausschweifenden und dekadenten Feste am französischen Königshof gelegt, sondern auf die sich in den Alltag schleichende Unruhe und Unsicherheit über die beginnenden Volksaufstände und die Liebe und Treue zur Königin. Interessant und schön verfilmt, kein Meisterwerk zwar, aber unaufgeregt wohlgeformt wie die Corsage der Königin...
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Film 4 Sterne
Dienstag, 6. November 2012
The Last Days Of Rome - Get Well Soon
Am Sonntag abend live gesehen und gehört in der Schüür Luzern... immer wieder toll!
Freitag, 26. Oktober 2012
Robot & Frank
Mit ruhiger und gradliniger Hand inszeniert Jake Schreier sein brillantes Debut, die Figuren bleiben einem jederzeit nah und selbst in der Interaktion mit dem Roboter verleiht die Kameraführung der Handlung menschliche Wärme. Ein dezenter Humor findet ebenfalls Platz, nicht zuletzt in Anspielung auf die Schwächen der Hauptfiguren so z.B. die zunehmende Demenz der Hauptfigur oder die programmspezifischen Fähigkeiten des Roboters. Während das Ende eher konventionell anrührend daherkommt, gilt es den doch überraschenden Twist in der Mitte des Film hervorzuheben, wo sich Frank über die wahre Rolle der Bibliothekarin in seinem Leben bewusst wird. Als Zuschauer war man da so arglos wie Frank selbst und fühlt sich diesbezüglich entfernt aber angenehm an herausragende Vorbilder wie „The Sixth Sense“ oder „Tricks“ erinnert.
Insgesamt eine angenehm sympathische Kriminalkomödie mit erstaunlich viel Tiefgang auf den zweiten Blick.
Insgesamt eine angenehm sympathische Kriminalkomödie mit erstaunlich viel Tiefgang auf den zweiten Blick.
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Film 5 Sterne
Freitag, 19. Oktober 2012
Lars und die Frauen
Donnerstagnacht in Delikatessen SF1 gesehen: Ein wunderbar warmherziger Film mit einem grossartigen Ryan Gosling als liebenswerter Sonderling Lars, der seiner Schüchternheit und Vergangenheit wegen Probleme mit den Frauen hat. Toll gespielt, liebevoll inszeniert und mit einer wirklich klugen und sympathischen Story voller Humor und Tragik - mehr wünscht man sich eigentlich nicht von einem guten Film.
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Film 5 Sterne
Mittwoch, 17. Oktober 2012
Sennentuntschi
Ein für Schweizer Verhältnisse sehr routiniert inszenierter Horrorthriller basierend auf der Alpensaga vom Sennentuntschi. 3 Sterne für Kamera, Ton, Schauspiel - für einmal allesamt auf der Höhe ihrer Aufgabe, keine Peinlichkeiten wie ansonsten bei gutgemeinten Schweizer Thrillern und wohl einer der wenigen ernstzunehmenden Beiträge unseres Landes in diesem Genre. Dennoch wird natürlich keine tiefgründige Story serviert und der Handlungsverlauf ist ziemlich offensichtlich - deshalb bleibt es bei den 3 Sternen.
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Film 3 Sterne
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