Der neue Ken Loach ("The Wind That Shakes the Barley", "Looking for Eric") überzeugt als ziemlich leicht verdauliche Mischung aus Sozialdrama und Kriminalkomödie. Sicher einer der zugänglichsten Ken Loach Filme überhaupt, der seine stärksten Momente aber doch eher im ersten Teil hat, wo wir die Figuren aus dem miefigen Arbeiterklasse-Quartier von Glasgow (wo die Arbeit aber rar ist...) mit viel Empathie kennenlernen. Im zweiten Teil gewinnt die Handlung zwar an Schwung (ein unsinnig teurer Whiskey soll gestohlen werden) und Witz, dies jedoch verständlicherweise etwas zu Lasten der Authentizität. Aber eigentlich mag man Ken Loach daraus gar keinen Vorwurf machen, denn in dieser kalten und trüben Winterzeit mit den langen Abenden verlässt man das Kino gerne mal mit dem wärmenden Gefühl, dass selbst für die Schläger-Kids aus dem Milieu die Welt noch nicht verloren ist...

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