Ein toller Film, unglaublich sorgfältig und stilvoll inszeniert und bis in die Nebenrollen hervorragend besetzt. Vorab brillieren natürlich Michael Fassbender ("Hunger", "Inglourious Basterds") und Carey Mulligan (einmal mehr sie, nach "An Education" und "Drive"), sie spielen ihre Rollen nicht, nein sie leben und verkörpern sie mit jeder Pore. Und da gäbe es so viele grandiose Szenen zu erwähnen, z.B. die Eröffnungssequenz mit dem minutenlangen wortlosen Flirt in der U-Bahn, die Jogging-Szene über mehrere Häuserblocks hinweg ohne Schnitt, das Date im Restaurant mit Pinot Noir Bestellung oder natürlich "New York, New York" in der schmachtenden Version von Sissy. Die Thematik ist heikel und mag provozieren - aber sie widerspiegelt eindrücklich die Oberflächlichkeit und innere Leere unserer modernen, digitalen Zeit. Eine Mischung aus "Lost in Translation", "American Psycho" und "Drive" (ohne die Gewaltexzesse letzterer), wenn man denn Vergleiche sucht... wer anspruchvolles Kino mag, ist hier genau richtig!



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