Samstag, 16. April 2011

Somewhere

Ein langsamer Film - ein langweiliger Film? Nicht unbedingt. Sofia Coppolas neustes Werk ("Lost in Translation", "Marie Antoinette"), an den Filmfestspielen von Venedig immerhin mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet, zeigt das traurig-träge um nicht zu sagen öde Leben eines erfolgreichen Filmstars, welches sich mehrheitlich in Hotelzimmern (und mit zugeneigten Groupies) oder dann beim sinnlosen Rumkurven mit dem Ferrari abspielt. Damit ist eigentlich auch die ganze Geschichte schon erzählt. Der Film baut diese unendliche innere Leere des Antihelden sorgfältig und gemächlich auf, doch gelingt es ihm dann nicht diese auch irgendwie wieder auf den Boden zu bringen. Daran ändert auch der Eintritt der 11jährigen Tochter des Stars in dessen Leben nicht viel. Höhepunkt des Films ist zweifellos die Szene, als sich der Protagonist für einen Abdruck seines Gesichts eine Gipsmaske anschmieren lassen muss und damit minutenlang wie eine aussagslose Fratze still atmend traurig leer dasitzt. Sinnbild für sein Leben.
3 Sterne

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