Freitag, 17. Juni 2011

Eels

Loft

Belgischer (!) Thriller um 5 Freunde, die einen gemeinsamen Schlüssel zu einer topmodernen Loft haben und diesen für ihre ungestörten Treffen mit den Mätressen benutzen. Doch plötzlich wird eine weibliche Leiche in der Loft gefunden... Erstaunlich clever inszenierter und modern verfilmter Thriller mit mehreren überraschenden Wendungen. Inzwischen plant der belgischer Regisseur auf Grund des grossen Kinoerfolges in Belgien und anderen Ländern ein Remake in Hollywood, wird wohl 2013 in den USA in die Kinos kommen...

Dienstag, 14. Juni 2011

Adams Äpfel


Gestern im Rahmen von "Delikatessen" auf SF gesehen: Bitterböses Filmchen, aber der rabenschwarze Humor vermag weitgehend zu gefallen. Ein krankhafter, krimineller Neo-Nazi kommt in die Wiedereingliederungsgruppe um einen noch verrückteren Pfarrer und muss dabei nach und nach feststellen, dass er wohl noch der Normalste dieser Truppe ist.... Abstruse Wendungen, skurriler Humor, Zynismus ohne Ende und trotzdem kein dummer Film... nicht übel.

the road

Düsteres Weltuntergangsdrama vom Autor von "no country for old men", die letzten Menschen auf der verwüsteten Erde kämpfen ums Überleben, die Guten mit Moral und unendlichem Überlebenswillen, die Schlechten indem sie die Guten jagen und auffressen... Konsequente Umsetzung des Themas, dies muss man dem Film zugute halten, er macht keine Kompromisse und zieht die farblose, dunkle Atmosphäre bis zum bitteren Ende (mit leichtem Hoffnungsschimmer) durch. Einige Längen und vorallem Plattitüden ("Sind wir immer noch die Guten? - "Ja, wir sind immer noch die Guten." -- "Bewahrst Du auch das Feuer?" - "Ja, ich bewahre das Feuer") müssen dann auch vom Zuschauer überstanden werden bis er diese in der Katastrophe versunkene Welt wieder verlassen darf...

Montag, 13. Juni 2011

Inselsommer

Nein nein, hat nichts mit dem gleichnamigen Inga-Lindström-Film zu tun... Hier geht es um einen pummeligen, schrulligen Übersetzer, der in seinem selbst gewählten Exil auf einer französischen Atlantik-Insel an der Aufgabe, ein Werk von Vladimir Nabokov ("Ada") auf französisch zu übersetzen, beinahe scheitert... Eine gelungene Mischung mit den Themen Inselleben, Liebe, Erinnerungen und natürlich der Frage wie übersetzt man Nabokov...

Samstag, 11. Juni 2011

In eigener Sache...

Auf vielfachen Wunsch der Leser/innen (naja, eigentlich eher auf meinen eigenen Wunsch hin) wurden die Labels bei Film und Literatur erweitert, so dass nun in diesen beiden Kategorien auch ein rascher Überblick nach Stern-Vergabe möglich ist.  Eventuell folgt gleiches später auch für die Rubrik Musik, allerdings beschränkt auf die Bewertung von Alben (also nicht einzelner Musikstücke).

the town

Endlich mal wieder ein richtig guter Gangster-gegen-Cop Thriller. Meiner Meinung nach der Beste dieses Genres seit "Heat" und "Collateral". Eine interessante Story, vielschichtige Charaktere (naja, der FBI-Agent kommt etwas zu kurz), ein gutes Mass an Action und vorallem, und das macht eben den Unterschied, einige Glanzpunkte in Regie und filmischer Umsetzung. So werden z.B. die Szenen eines Banküberfalls einerseits in Realität mit Chaos, Lärm und Hektik und andererseits durch die Überwachungskamera in schwarz/weiss verflimmert und ohne Ton dargestellt. Toller Gegensatz. Auch die Szene nach der Verfolgungsjagd mit dem nichtsahnenden Cop im Streifenwagen ist cool und erinnert an die Stadtfuchsszene in "Collateral". Wenn Ben Affleck als Regisseur so weitermacht (seine zweite Regie nach "Gone Baby Gone"), dann können wir uns noch auf einiges freuen...